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60JahreMR

18.11.2009

Aktion gegen die Todesstrafe auf dem Bremer Marktplatz

Städte für das Leben–Städte gegen die Todesstrafe

Am 18. November 2009 sagte Bremen "Nein zur Todesstrafe". Die Bremer Senatskanzlei hatte um 18 Uhr auf dem Markplatz zu einer Aktion eingeladen - in Zusammenarbeit mit Amnesty International, Bremen.
Seit 2001 existiert das Städtebündnis "Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe", dem weltweit über 700 Städte angehören, darunter über 80 in Deutschland. Auch Bremen hat sich diesem Bündnis angeschlossen. Jedes Jahr am 30. November wollen die Kommunen ein öffentliches Zeichen gegen die Todesstrafe setzen. Da am 30. November auf dem Marktplatz in Bremen schon der Weihnachtsmarkt stattfindet, ist die Aktion auf den 18. November vorverlegt worden.

Es sprachen Bürgermeister Böhrnsen für den Bremer Senat und Erhard Mische für Amnesty International der Bremer Gruppen. Mitglieder der Bremer Schülergruppen (Hermann-Böse- und Kippenberg-Gymnasium) hatten sich als Todeskandidaten verkleidet und zeigten auf Postern die Länder an, aus denen sie kamen. Alle waren in schwarze Umhänge gekleidet und mit schwarzen Kapuzen verhüllt, nur der letzte, aus Togo, war in Weiß gekleidet, denn Togo hat 2009 die Todesstrafe abgeschafft. Deswegen wurde die Aktion auch mit Musik aus Togo begleitet, von der Trommelgruppe Zolim. Wegen des starken Regens und des Windes konnten leider nicht alle mitgebrachten Kerzen angezündet werden, aber auch so war die Aktion eib Erfolg.

Eine halbe Stunde vorher war im Beisein einiger AI-Mitglieder in der Bürgerschaft auch ein Antrag gegen die Todesstrafe und auch gegen die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal zur Abstimmung gestellt worden, dem alle Fraktionen zustimmten.

Amnesty International führt bundesweit in der Zukunft verstärkt eine Kampagne gegen die Todesstrafe durch. Sie steht unter dem Motto "Für eine Welt ohne Todesstrafe". Inzwischen haben 139 Staaten weltweit die Todesstrafe gesetzlich oder praktisch abgeschafft, nur 58 führen sie noch aus. 97 Prozent aller Hinrichtungen geschehen in fünf Ländern: China, Saudi-Arabien, Pakistan, Iran, USA. In Europa gibt es sie nur noch in Belarus (Weissrussland).

Im Dezember 2007 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit großer Unterstützung der Weltreligionen eine Resolution verabschiedet, die einen sofortigen globalen Hinrichtungsstopp fordert.