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Slumskenia

24.02.2010

Talkrunde zum internationalen Frauentag 2010

Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung leben heute schon in Städten. Insbesondere in den Ländern des Südens ziehen viele Menschen auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Stadt, wo sie häufig Unterkunft in Armenvierteln finden. Weltweit lebt rund 1 Mrd. Menschen in Slums, Tendenz steigend. Gleichzeitig nehmen Vertreibungen und Zwangsräumungen von Slums zu. Hintergrund sind meist wirtschaftliche Interessen, wie die Nutzung der Flächen für Stadtentwicklungsprojekte, Industrieansiedelungen oder Wohnsiedlungen für die Mittel- und Oberschicht. Dabei handelt es sich oft um illegale Vertreibungen, ohne längere Ankündigungen oder Bereitstellung von Ersatzwohnraum. Die Vertriebenen stehen vor dem Nichts. Amnesty International hat aus diesem Grund die Kampagne „Wohnen. In Würde“ gestartet, um die massiven Menschenrechtsverletzungen an Slumbewohner/innen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Amnesty International fordert: Keine Zwangräumungen, Beteiligung der Slumbewohner bei der Planungen ihrer Wohngebiete und gleiche Rechte für Slumbewohner. Auch andere Organisationen nehmen sich des Themas an.

Schattenseiten der Globalisierung: Vertreibung und Zwangräumungen in Slums am Beispiel Nairobi/Kenia, am 24. Februar 2010 im Kapitel 8, Domsheide 8, mit Franziska Ulm, Berlin (Amnesty International), Marylin Ossome, Nairobi/Kenia und Dr. Elke Grawert, Uni-Bremen. Die Moderation übernahmen Gertraud Gauer-Süß (biz) und Heidrun Siebeneicker, Ev. BIW.

Diese Talkrunde wurde von Amnesty International, Bremen, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Evangelisches Bildungswerk (Ev. BIW) veranstaltet.