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Podiumsdiskussion

Mittwoch, 25.5.2011

Kunst gegen Menschenrechtsverletzungen: Was kann sie bewirken?

Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Acusamos – Wir klagen an

Was kann Kunst gegen Menschenrechtsverletzungen bewirken? Dass diese Frage aus vielerlei Perspektiven betrachtet werden kann, zeigte die von amnesty Bremen am 25. Mai im Bürgerhaus Weserterrassen veranstaltete Podiumsdiskussion. Moderiert von Otmar-Willi Weber diskutierten Karen Motta Krauss, Gründungsmitglied von Apacheta, Eileen Börner, Regionalbeauftragte Amerikas von ai, Katrin Nissel, Länderarbeitsstelle Brasilien der Hochschule Bremen und Jan Bleckwedel, Refugio Bremen. Das kulturell bunt gemischte Publikum bereicherte die Diskussion mit kontroversen Meinungen.
Es wurde deutlich, dass die Wirkung von sozialkritischen Kunstwerken je nach kulturellem und historischem Hintergrund des Betrachters sehr unterschiedlich sein kann. Diese Kunst könne sehr berührend wirken, da die Künstler riskieren, selbst Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu werden. Während diese Kunst für den Betrachter sensibilisierend wirkt, wird ihr gleichzeitig das Potenzial der Desensibilisierung des Künstlers, also der Verarbeitung eigener Erfahrungen, zugesprochen.
Insgesamt wird Kunst jedoch als etwas Universelles betrachtet, was jedem zugänglich ist und auch ohne Kenntnis des Kontextes des Künstlers verstanden werden kann. Die in Bildern ausgedrückte Gewalt sei transkulturell. Der Blick auf ein Kunstwerk kann mehr aussagen als viele Worte oder seitenlange Schriftstücke.
Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der von amnesty Bremen organisierten Ausstellung „Acusamos – Wir klagen an“ (8. bis 29. Mai 2011) statt. Im Anschluss an die Ausstellung in Bremen werden die Werke in Bielefeld, Düsseldorf, Dresden und weiteren Städten Deutschlands gezeigt.