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Sonntag, 29.5.2011

50 Jahre amnesty: „ACUSAMOS – Wir klagen an“

Am 29. Mai ging die anlässlich des 50-jähigen Bestehens von amnesty international organisierte Ausstellung „Acusamos – Wir klagen an“ im Bürgerhaus Weserterrassen in Bremen zu Ende. Bei der Finissage blickte die Bremer Gruppe 1489 auf eindrucksvolle drei Wochen zurück, in denen die Bilder der lateinamerikanischen Künstlergruppe Apacheta die Bremer für das Thema Menschenrechte und Kunst sensibilisierten. Die Gruppe sieht den größten Erfolg darin, dass durch den offenen Charakter des Bürgerhauses viele zufällige Besucher auf die sozialkritischen Werke der Künstler aus Bolivien, Nicaragua und Peru aufmerksam und zu Diskussionen angeregt wurden. Am 29. Mai ging die anlässlich des 50-jähigen Bestehens von amnesty international organisierte Ausstellung „Acusamos – Wir klagen an“ im Bürgerhaus Weserterrassen in Bremen zu Ende. Bei der Finissage blickte die Bremer Gruppe 1489 auf eindrucksvolle drei Wochen zurück, in denen die Bilder der lateinamerikanischen Künstlergruppe Apacheta die Bremer für das Thema Menschenrechte und Kunst sensibilisierten. Die Gruppe sieht den größten Erfolg darin, dass durch den offenen Charakter des Bürgerhauses viele zufällige Besucher auf die sozialkritischen Werke der Künstler aus Bolivien, Nicaragua und Peru aufmerksam und zu Diskussionen angeregt wurden.

Zum Austausch in einem größeren Rahmen gab die Vernissage am 8. Mai Gelegenheit, die prominent in der größten Bremer Lokalzeitung Erwähnung fand (siehe Stadtteilkurier vom 12.05.2011). Die Eröffnungsrede von Bürgermeister a.D. Dr. Henning Scherf machte den über 100 Besuchern bewusst, dass es trotz schwindender medialer Aufmerksamkeit nach wie vor in Lateinamerika schwere Menschenrechts-
verletzungen gibt. Die Werke würden eine direkte Sprache sprechen.

Den starken Diskussionsbedarf zeigte auch die Podiumsdiskussion am 25. Mai zur Frage „Kunst gegen Menschenrechtsverletzungen: Was kann sie bewirken?“. Unter der Moderation von Otmar-Willi Weber diskutierten Karen Motta Krauss, Gründungsmitglied von Apacheta, Eileen Börner, Regionalbeauftragte Amerikas von ai, Katrin Nissel, Länderarbeitsstelle Brasilien der Hochschule Bremen und Jan Bleckwedel, Refugio Bremen. Auch durch die rege Beteiligung des 50 Personen umfassenden und kulturell bunt gemischten Publikums wurde deutlich, dass die Wirkung von sozialkritischen Kunstwerken je nach kulturellem und historischem Hintergrund des Betrachters sehr unterschiedlich sein kann. Insgesamt sei Kunst jedoch etwas Universelles, die jedem zugänglich sei und insbesondere bei Bildern, die Gewalt ausdrücken, auch ohne Kenntnis des Kontextes des Künstlers verstanden werden kann. Der Blick auf ein Kunstwerk könne mehr aussagen als viele Worte oder seitenlange Schriftstücke.

Die Bremer amnesty Gruppe ist seit über 30 Jahren insbesondere zu Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika aktiv. Durch den Kontakt zu einer Künstlerin der Gruppe Apacheta entstand die Idee, anlässlich des 50-jährigen Bestehens von amnesty international die Werke dem deutschen Publikum zu präsentieren. Die Werke befinden sich nun auf dem Weg zum Kirchentag nach Dresden. Danach werden sie von amnesty Gruppen in Bielefeld, Düsseldorf und weiteren Städten Deutschlands gezeigt.