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Save me - Kampagne

Samstag, 18.6.2011

Tag des Flüchtlings

AI-Stand zum Tag des Flüchtlings
11-18 Uhr auf dem Marktplatz/Bürgerschaft

Am 18.6. machte die Asyl-Gruppe von Amnesty International Bremen zusammen mit Aktivisten der "Save Me"-Kampagne einen Stand an der Bremischen Bürgerschaft. Anlass war der Tag des Flüchtlings (20.6.). Heftige Windböen machten uns zu schaffen, aber trotzdem konnten wir viele Unterschriften sammeln, auch Senatorin Karoline Linnert kam, sah und unterschrieb. Machen Sie mit bei unserer Online-Petition oder drucken Sie sich untenstehende Unterschriftenliste aus.


FLÜCHTLINGE AUS NORDAFRIKA - AUCH DEUTSCHLAND MUSS HELFEN!

Nach dem Sturz der Machthaber in Tunesien und Ägypten, insbesondere seit den Kämpfen in Libyen sind hunderttausende Menschen auf der Flucht. Allein aus Tunesien haben mehr als 20.000 Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer gewagt und sind zumeist über die kleine Insel Lampedusa nach Italien gekommen. Über 1.000 Menschen sind seit Anfang 2011 auf der Flucht übers Meer gestorben. Und auf Lampedusa ist die Situation katastrophal.

FORDERN SIE JETZT DIE DEUTSCHE BUNDESREGIERUNG AUF, DEN MENSCHEN IN NOT ZU HELFEN.

Machen Sie mit bei der Online-Petition: http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=518&d=1

Ende März 2011 untersuchte ein Team von Flüchtlingsexperten von Amnesty die Situation auf der Insel und berichtete Erschreckendes: Für die etwa 4.000 Menschen gab es keine Unterkünfte. Die meisten schliefen im Freien oder unter selbstgemachten Zelten aus Plastikplanen, viele auf den Bürgersteigen und an den Stränden ohne Decken.

Doch die Reaktion der EU-Staaten ist altbekannt: Statt auf eine humanitäre Ausnahmesituation mit humanitärer Hilfe zu reagieren, rufen die politisch Verantwortlichen erneut nach schärferen Grenzkontrollen. Die EU schottet sich immer weiter ab und tut alles, damit Flüchtlinge und Asylsuchende gar nicht erst auf europäischen Boden gelangen. Und sogar innerhalb der EU werden wieder Grenzkontrollen eingeführt – ein Rückfall in vergangene Zeiten!

Und während die EU Panik vor einer „Flüchtlingswelle“ schürt, findet die eigentliche Massenflucht auf der anderen Seite des Mittelmeers statt: in Libyen und den Nachbarländern. Bis Anfang Juni 2011 sind mindestens 800.000 Menschen verschiedenster Nationalitäten aus Libyen in die Nachbarstaaten geflohen. Die meisten von ihnen nach Tunesien und Ägypten. Beide Länder stoßen an die Grenzen ihrer Kapazitäten – trotzdem halten sie ebenso wie Niger, Tschad und Sudan ihre Grenzen für die Flüchtlinge offen. Daran sollte Europa sich ein Beispiel nehmen!

Vor diesem Hintergrund hat das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) an die EU appeliert 8.000 Menschen aufzunehmen, die es bereits in Libyen als Flüchtlinge anerkannt hat, und die sich in Tunesien und Ägypten aufhalten. Diese Männer, Frauen und Kinder können nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren, weil ihnen dort Verfolgung, Folter und Haft drohen.

Petition an den Innenminister Hans Peter Friedrich, Flüchtlinge aus Nordafrika in Deutschland aufzunehmen Petition SAVE ME.pdf