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Podiumsdiskussion Menschenrechte im arabischen Frühling

Dienstag, 8.5.2012

Menschenrechte im arabischen Frühling


Welchen Geltungsanspruch können Menschenrechte in Zeiten der Revolution einfordern? Unter dieser Frage stand die Veranstaltung der Amnesty International-Hochschulgruppe Bremen am vergangenen Dienstagabend. Nach einer kurzen Einführung in den Verlauf des Abends begann Prof. Dr. Hans Jörg Sandkühler (Philosophie) mit einer Herleitung der Menschenrechte. Entwickelt in der Zeit der Aufklärung, seien sie ein Ausdruck von Humanismus und der Forderung nach kulturellen, sozialen und politischen Freiheiten. Menschenrechte seien, so Sandkühler, universell und deshalb, ungeachtet aller ethnischen und kulturellen Unterschiede in der Welt, als grundlegende Quelle von Rechten zu sehen.

Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano (Völkerrecht) war der zweite Redner des Abends. Er setzte sich mit der Frage der Institutionalisierung der Menschenrechte auseinander. Dabei ging er sowohl auf die Charta der Vereinten Nationen, als auch auf den Schutz der Menschenrechte durch Rechtsprechung und die „Responsibility to Protect“ ein.

Zuletzt schilderte Ivesa Lübben vom Centrum für Nah- und Mitteloststudien (Marburg) ihr Erfahrungen mit Syrien und Ägypten. Als jemand der mehr als zehn Jahre in der Region lebte, sagte sie, kamen die Aufstände für sie nicht überraschend. Es seinen Anzeichen für zunehmende Unzufriedenheit vorhanden gewesen und auf Prof. Sandkühler konnte nicht verstehen, warum die Politik von den Ereignissen überrumpelt wurden.

Nachdem die drei Referenten ihre Vorträge gehalten hatten, wurden von dem Publikum die Möglichkeit gegeben Fragen zu äußern. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kam ein lebhafter Gedankenaustausch zustande.