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Filmstill

Donnerstag, 6.6.2013

Indigene Völker bedroht

Die indigene Gemeinde der Sarayaku in Ecuador kämpft um ihre Rechte, dargestellt im ca. 30minütigen Film „Die Kinder des Jaguar“
mit Barbara Hermanns von Amnesty International Sprecherin der Gruppe „Menschenrechte und indigene Völker“
19.30 Uhr
Villa Ichon

Auf das Gebiet des indigenen Volkes der Sarayaku in Ecuador drangen 2002 Ölarbeiter eines argentinischen Unternehmens ein. Die Arbeiter deponierten Sprengstoff, führten Sprengungen durch und gruben mehr als 400 Brunnen. Diese Aktivitäten störten das Leben der Sarayaku empfindlich. Die Wohnungen vieler Frauen, Männer und Kinder wurden rechtswidrig zwangsgeräumt. Nach Protesten durch die indigene Gemeinde verließ das Unternehmen das Land.

Die Sarayaku führten einen Rechtsstreit gegen die Regierung Ecuadors, da sie ihre Rechte verletzt sahen, und zogen vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die Klage richtete sich in erster Linie gegen die rechtswidrige Ausbeutung ihres Landes, gegen die Nichtkonsultierung der indigenen Gemeinde und forderte die Beseitigung der deponierten Sprengstoffe sowie eine Entschädigung für die Sarayaku.

Über den erfolgreichen Kampf der Sarayaku und das wegweisende Urteil des Interamerikanischen Ge-richtshofes berichtet der Film „Die Kinder des Jaguar“.

In Kolumbien kämpft die Gemeinde San Josè de Apartadó für ein friedliches Leben. Im Konflikt zwischen Militärs, Paramilitärs und Guerilleros ist es Massakern ausgesetzt gewesen und wird immer noch bedroht. Hierüber berichten wir im Anschluss.