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AI-Stand im Rhododendronpark

Samstag, 15.06.2013

Menschenrechtsfest im Rhododendronpark

Motto: „Säen, pflegen, ernten – Gärten bedeuten Leben“
15 - 18 Uhr
Ort: Botanischer Garten rechts von der Botanika

Gärten bedeuten leben
Amnesty Bremen im Garten der Menschenrechte
In dem wunderschönen Rhododendronpark in Bremen sind entlang der Beete die dreißig Artikel der Menschenrechte auf Bronzebändern eingeschrieben. Einmal im Jahr veranstaltet ein Freundeskreis ein großes Fest, um die Menschenrechte ins Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher zu rücken. Amnesty International gehörte wie in jedem Jahr so auch diesmal zu den vielen Gruppen, die das Fest gestalteten. Es stand 2013 unter dem Motto: „Säen, Pflegen, Ernten – Gärten bedeuten Leben“.

Der Stand von Amnesty präsentierte zwei Themen unter der erweiterten Überschrift: „Gärten bedeuten Leben – Widerstand gegen Zerstörung – Recht auf Leben“. Zum einen wurde ein Friedensdorf in Kolumbien dargestellt, das eine gewaltfreie Zone zwischen den Bürgerkriegsparteien bildet. Trotz vieler Opfer haben die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Gewaltfreiheit, ihren alternativen Lebensstil durchgehalten. Ein Kaffeestrauch symbolisierte das Friedensdorf als „Garten, der Leben bedeutet“. Daneben lag, wie in Kolumbien, ein Haufen von Steinen mit Namen derer, die wegen ihres Widerstandes gegen die Gewalt ihr Leben lassen mussten. Wer interessiert stehen blieb, konnte auf weitere Steine die Namen weiterer Ermordeter schreiben und so das Mahnmal vervollkommnen. Auf der anderen Seite des gelb leuchtenden Amnesty-Pavillons war die Olivenhainzerstörung in Palästina durch die israelische Besatzungsmacht das Thema. Ein lebendiger Ölbaum und ein großes Poster mit zwei gemalten Ölbäumen, grün und verdorrt, dazu ein Zitat der Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser über die umfassende Lebensbedeutung von Ölbäumen brachten den Gästen nahe, wie mit der Zerstörung von Olivenhainen die Lebensgrundlage eines Volkes zerstört wird. Wer wollte, konnte einen Olivenkern in ein Töpfchen mit Erde pflanzen und so zu Hause das Wachsen eines Ölbaumes verfolgen. Appellbriefe für inhaftierte Menschenrechtler in Kolumbien und Palästina ermöglichten den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, sich dafür einzusetzen, dass in diesen beiden Ländern Gärten und Landwirtschaft als Lebensgrundlage erhalten bleiben oder wieder hergestellt werden.

AI-Stand im Rhododendronpark Der Amnesty-Stand mit Kaffeestrauch und Ölbaum, mit Steinhaufen, Poster und Pflanzaktion erwies sich inmitten des vielfältigen KulturMitmachMarktes als ein echter Hingucker. Ein heftiges Gewitter zu Beginn der Veranstaltung vermochte das Interesse vieler Menschen nicht zu beeinträchtigen. Anschaulich gelang es, mit diesen zwei Beispielen die Arbeit von Amnesty International einem breiten Publikum vor Augen zu führen.

Martin Hausmann

Gruppen 1008 und 1533