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Internationaler Frauentag

Samstag, 8.3.2014

AI-MAHNWACHE ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG

12-13 Uhr vor dem Dom
15-19 Uhr Stand in der Rathaushalle

Zum internationalen Frauentag hat AI-Bremen im Rahmen der AI-Kampagne "My Body My Rights" zwei Themen/Petitionen ausgesucht:
1. Sexuelle und reproduktive Rechte sind Menschenrechte
Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper ist zentraler Bestandteil der sexuellen und reproduktiven Rechte: Mit wem will ich Sex haben, wen wann heiraten und wann Kinder bekommen? Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist für viele Menschen jedoch keine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen werden in ihrem Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper durch Staaten oder Dritte diskriminiert.

Vor 20 Jahren verabschiedete die Uno-Weltbevölkerungskonferenz (International Conference on Development and Population)ein Aktionsprogramm mit sehr fortschrittlichen Forderungen bezüglich der Achtung, Förderung und dem Schutz der sexuellen und reproduktiven Rechte. In 2014 findet nun eine Reihe wichtiger Folgekonferenzen (ICDP+20) statt, u. a. im April 2014.

Es ist enorm wichtig, dass die Errungenschaften von 1994 nicht in Frage gestellt, sondern mindestens auf damaligem Niveau fortgeschrieben werden! Die Ergebnisse der Konferenz haben weichenstellende Auswirkungen! Wir wollen die Delegierten der Weltbevölkerungskonferenz 2014 auffordern, die sexuellen und reproduktiven Rechte zu achten, zu schützen und zu fördern sowie einen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und Informationen sicherzustellen.

Mit einer Petition an die Delegierten der Weltbevölkerungskonferenz möchte AI diese Rechte bekräftigen und stärken.

2. " My body.My Rights." - Lebenswichtig für nepalesische Frauen
Die Frauen in Nepal leiden unter vielfältiger Diskriminierung. Insbesondere werden sie durch frühe und zahlreiche Schwangerschaften, körperliche Schwerarbeit (auch während dieser Zeit) und schlechte Ernährung ausgelaugt, sodass schon ganz junge Frauen sehr oft unter gefährlichem und schmerzhaftem Gebärmuttervorfall leiden.
Über 600.000 nepalesische Frauen leiden unter Gebärmuttervorfall. Diese schmerzhafte Erkrankung schränkt das Leben der Frauen jeden Tag ein. Sie ist eine direkte Folge der andauernden Benachteiligung von Mädchen und Frauen und zugleich eine Ursache für weitere Diskriminierungen.

Die alltägliche Diskriminierung drückt sich darin aus, dass Frauen

  • schlechteren Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung haben als Männer;
  • geringere Bildungschancen erhalten;
  • nicht frei sind in der Wahl, wann und wen sie heiraten;
  • häufig sehr jung schwanger werden und die Abstände zwischen den Schwangerschaften sehr kurz sind;
  • schwere körperliche Arbeit während und unmittelbar nach der Schwangerschaft verrichten müssen;
  • bei verbreiteter familiärer Gewalt selten in der Lage sind, ihre Rechte einzufordern, wobei die Täter meist straffrei davonkommen;

Der Gebärmuttervorfall und die damit verbundene geschlechtsspezifische Diskriminierung sind ein zentrales Menschenrechtsthema in Nepal. Die Regierung bleibt bislang untätig und bekämpft nicht die Ursachen dieser Erkrankung. Damit trägt sie zu einer systematischen und massiven Verletzung der Menschenrechte nepalesischer Frauen und Mädchen bei. Amnesty international fordert daher,

  • dass die Regierung gegen die verbreitete Diskriminierung von Mädchen und Frauen vorgeht und damit ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachkommt.

Die alltägliche Diskriminierung drückt sich darin aus, dass Frauen

  • schlechteren Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung haben als Männer;
  • geringere Bildungschancen erhalten;
  • nicht frei sind in der Wahl, wann und wen sie heiraten;
  • häufig sehr jung schwanger werden und die Abstände zwischen den Schwangerschaften sehr kurz sind;
  • schwere körperliche Arbeit während und unmittelbar nach der Schwangerschaft verrichten müssen;
  • bei verbreiteter familiärer Gewalt selten in der Lage sind, ihre Rechte einzufordern, wobei die Täter meist straffrei davonkommen;

Amnesty fordert ganz besonders:

  • die öffentliche Anerkennung des Gebärmuttervorfalls als ein Menschenrechtsthema in Nepal, für das die Regierung aktiv wird;
  • die Kooperation aller relevanten Ministerien bei der Entwicklung und Umsetzung von effektiven Strategien und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung als wesentliche Ursache von Gebärmuttervorfall.