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Quelle: Amnesty International Deutschland

Sonntag, 1.05.2016

1. Mai – DGB Hauptveranstaltung auf dem Domshof ab 12.00 Uhr

Als Mitglieder von Amnesty International sammeln wir wieder Unterschriften für bedrohte Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen und für ausgebeutete Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir treffen uns um 11.30 Uhr vor dem Dom. Wer macht noch mit und sammelt Unterschriften?
In diesem Jahr setzen wir uns ein zu:

Katar
Der Ausmaß der Ausbeutung bis hin zur Zwangsarbeit von Arbeiterinnen und Arbeitern in Katar ist nach wie vor alarmierend. AI fordert in einer Postkartenaktion, dass die Arbeiterrechte für alle garantiert werden. Ein neuer Amnesty-Bericht beweist, wie im Golfstaat Katar Tausende Arbeitsmigranten ausgebeutet werden, um die Infrastruktur für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 aufzubauen. In einigen Fällen kommen die Arbeitsbedingungen in Katar Zwangsarbeit gleich. Der Fußballweltverband FIFA weiß von diesen Menschenrechtsverstößen und hat bisher dennoch dabei versagt, eine weitere Ausbeutung von Arbeitsmigranten zu verhindern.

Werden Sie jetzt aktiv! Fordern Sie mit der Petition zum herunterladen den DFB dazu auf, den Druck auf die katarische Regierung zu erhöhen, um weitere Ausbeutung zu verhindern! PetitionDFBKatar16.pdf

Kolumbien
Im kolumbianischen Departamento Valle del Cauca sind Menschenrechtsverteidiger_innen und Gewerkschafter_innen in Gefahr. Sie haben Morddrohungen erhalten, die offenbar von der paramilitärischen Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia ausgingen.

Am 11. April wurde in den Büroräumen von zwei Menschenrechtsorganisationen und einer Gewerkschaft in der Stadt Cali im Departamento Valle del Cauca eine schriftliche Morddrohung unter der Tür durchgeschoben. Betroffen waren die Menschenrechtsorganisation Comité de Solidaridad con los Presos Poilíticos (CSPP), eine Zweigstelle der Organisation Movimiento de Víctimas de Crímenes de Estado (MOVICE) und der Gewerkschaftsdachverband Central Unitaria de Trabajadores (CUT). Die Morddrohungen waren offenbar von der paramilitärischen Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia unterschrieben.

Die Morddrohungen waren jeweils an Martha Giraldo von MOVICE, José Milciades Sánchez von der Gewerkschaft SINTRAUNICOL, Walter Agredo von CSPP und Wilson Sánchez von CUT adressiert, insgesamt wurden jedoch 15 Personen von CSPP, CUT, MOVICE, den Gewerkschaften SINTRAUNICOL, SINTRAEMCALI, und SINTRAMUNICIPIO, der Menschenrechtsorganisation_ Comité Permanente por la Defensa de los Derechos Humanos_ (CPDH) und der sozialen Bewegung Congreso de los Pueblos genannt. Viele Mitglieder dieser Bewegung sind in der Vergangenheit bereits bedroht und einige sogar getötet worden.

In der Morddrohung stand: "Wir werden alle diese links-orientierten, aktivistischen Menschenrechts- und Friedensprozessverteidiger, Indigenensprecher, Congreso-de-los-Pueblos-Aktivisten, Gewerkschafter, Guerilla-Kollaborateure, Hurensöhne, Tripper-Ratten vernichten, wir wissen, wie ihr euch tarnt. Wir erklären all jene zu militärischen Zielen, die sich selbst als Verteidiger der Arbeiter verkleiden, die sich in Gewerkschaften zusammengeschlossenen haben … Außerdem empfehlen wir, dass die Gemeinschaft sich von diesen Menschen fern hält, da diejenigen, die sie begleiten, ebenfalls erschossen werden."