Amnesty International Bezirk Bremen-Weser-Ems

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Aktivisten mit Schlinge

Mittwoch, 8.11.

NEIN ZUR TODESSTRAFE

13.00 Uhr auf dem Marktplatz, Bremen

Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft werden zusammen mit Amnesty International ein deutliches Zeichen zur Abschaffung der Todesstrafe auf dem Marktplatz setzen. Die Stelzensippe, Huchting, wird die fünf Laternen im Innenbereich des Marktplatzes mit schwarzen Tüchern verhängen. Anschließend sprechen Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft, und Günter Pape, Amnesty International. Mitglieder von AI werden Unterschriften zugunsten von Menschen, die in Malaysia, Belarus, Singapur, Japan und den USA zum Tode verurteilt worden sind, sammeln.

Die Bewegung „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ wurde 2002 von der Bruderschaft Sant’Egidio in Rom ins Leben gerufen. Inzwischen haben sich weltweit mehr als 2000 Städte dieser Bewegung angeschlossen, in Deutschland mehr als 150 Städte unter ihnen Bremen. Der eigentliche Aktionstag ist der 30. November in Erinnerung an das Jahr 1786, als der Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt die Todesstrafe abgeschafft hat. Aus praktischen Gründen ist in Bremen die Aktion vorverlegt. 2016 wurden in 23 Ländern (ohne China) 1032 Menschen hingerichtet. Da in China die Todesstrafe Staatsgeheimnis ist, fehlen genaue Zahlen von China. Es werden mehrere Tausend Hinrichtungen geschätzt. Die meisten Hinrichtungen fanden in dieser Reihenfolge statt: China, Iran, Saudi-Arabien, Irak, Pakistan.

Amnesty ist dagegen davon überzeugt, dass die Todesstrafe den Kreislauf der Gewalt in Gang hält. Der Staat ist verpflichtet, für Gerechtigkeit zu sorgen, das Leben zu schützen und terroristische Akte zu verhindern, ohne dabei auf die Todesstrafe zurückzugreifen. Es ist die Aufgabe des Staates, Menschen zu schützen. Darum sieht Amnesty International sieht in der Todesstrafe eine besondere Art von Folter, unmenschliche und erniedrigende Behandlung oder Strafe (Art.5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte).