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StartseiteAI-MAHNWACHE UND STAND ZU ÄGYPTEN

HOFFNUNG LÄSST SICH NICHT VERSTÜMMELN

SAMSTAG, 26.5.2018

AI-MAHNWACHE ZU ÄGYPTEN

12 - 13 Uhr zwischen Marktplatz und Dom

Ägypten: Hoffnung lässt sich nicht verstümmeln.

In ägyptischen Gefängnissen wird routinemäßig gefoltert. Doch die Regierung leugnet das und hat die einzige Klinik zur Behandlung von Folterüberlebenden schließen lassen. Werden Sie jetzt aktiv! https://www.amnesty.de/allgemein/kampagnen/aegypten-aegypten-hoffnung-laesst-sich-nicht-verstuemmeln

Die Menschenrechtslage in Ägypten hat einen Tiefpunkt erreicht. Die Regierung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi geht rücksichtslos gegen kritische Stimmen vor. Seit der Machtübernahme des ehemaligen Armeechefs 2013 wurden Zehntausende Menschen inhaftiert, darunter viele Oppositionelle, Demonstrierende und Medienschaffende. Schwere Verbrechen wie Folter und andere Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Doch viele mutige Ägypterinnen und Ägypter nehmen das nicht hin. Zu ihnen gehören die unbeugsamen Frauen des Nadeem-Zentrums für die Rehabilitierung von Opfern von Gewalt und Folter aus Kairo, die 2018 den Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland erhalten haben. Sie betreiben die einzige Klinik in Ägypten, in der gefolterte Menschen behandelt werden und machen die routinemäßige Folter in Gefängnissen und Polizeiwachen öffentlich. Menschen wie sie halten die Hoffnung auf ein Ägypten am Leben, in dem die Menschenrechte geachtet werden. Doch die Regierung versucht ihr Engagement mit aller Macht zu unterdrücken und das Ausmaß der Folter durch Sicherheitskräfte zu vertuschen. Das dürfen wir nicht zulassen. Setz dich für das Nadeem-Zentrum und gegen Folter und Repression in Ägypten ein! Schläge, Elektroschocks, Herausreißen der Fingernägel – Folter durch Sicherheitskräfte ist Alltag in Ägypten. Doch Präsident Abdel Fattah al-Sisi leugnet das konsequent. Das Nadeem-Zentrum aus Kairo macht regelmäßig Folterfälle öffentlich und betreibt die einzige Klinik, die gefolterte Menschen behandelt. Diese wurde von der Regierung geschlossen, zwei der Leiterinnen wurden mit Reiseverboten bestraft. Die unbeugsamen Frauen des Nadeem-Zentrums nehmen das nicht hin. Sie machen weiter. Trotz aller Widerstände berichtet ihr Team weiter über Folter und setzt die Behandlung von Folterüberlebenden fort: "Wir finden immer einen Weg, wie wir Betroffenen Hilfe anbieten können. Seit der Schließung der Klinik haben wir nicht einen einzigen Tag lang aufgehört, Patientinnen und Patienten zu treffen", sagt Aida Seif al-Dawla. Der Fall des Nadeem-Zentrums ist ein Beispiel für die Hetzjagd auf Menschenrechtlerinnen, Menschenrechtler und Andersdenkende in Ägypten. Zehntausende Menschen wurden seit 2013 aus politischen Gründen inhaftiert. Ein neues NGO-Gesetz verbietet Organisationen jegliche Aktivitäten, die nicht von der Regierung genehmigt wurden. Es droht das Ende der unabhängigen Zivilgesellschaft. Doch Aida, Magda, Mona und Suzan halten die Hoffnung auf ein Ägypten am Leben, in dem die Menschenrechte geachtet werden – gemeinsam mit vielen anderen mutigen Ägypterinnen und Ägyptern. Unterstütze sie dabei und schreibe jetzt eine E-Mail mit unserem Appell an den ägyptischen Präsidenten! Setze dich dafür ein, dass die Klinik des Nadeem-Zentrums wieder öffnen kann und fordere von ihm, Folter und Repression zu beenden! ---

Egypt: Reopen Clinic for Survivors of Torture!

Torture at the hands of the security forces has become routine in Egypt. However, President Abdel Fattah al-Sisi has consistently denied this reality. The El Nadeem Center in Cairo regularly exposes cases of torture and runs the only clinic where survivors of torture can receive treatment. This clinic has now been shut down by the authorities, with travel bans imposed on two of its directors. Support the El Nadeem Center now and write an e-mail to the Egyptian President! Call for the clinic to be reopened, and urge him to put an end to torture and repression!

HIER können Sie sich für die inhaftierten Journalisten und Menschenrechtler einsetzen: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/menschenrechtler-und-journalisten-inhaftiert