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Dienstag, 18.9.

Vortrag: 30 Jahre Gefängnis - Wofür?

Vom Umgang Marokkos mit Menschenrechten

Gemeinsame Veranstaltung von Amnesty International Bremen, dem Verein „Freiheit für die Westsahara“ und dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)

Referentin: Claude Mangin-Asfari
Moderation: Erhard Mische (AI)

Kapitelsaal, Domsheide 8, 19 Uhr

Die Westsahara ist eine ehemalige spanische Kolonie und das letzte "nicht – selbstständig regierte Gebiet" in Afrika auf der entsprechenden Liste der Vereinten Nationen. Seit dem Rückzug Spaniens 1976 beansprucht Marokko das Gebiet, hält 2/3 des Territoriums besetzt und widersetzt sich allen Aufforderungen durch die Vereinten Nationen, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen, die sich aus dem Selbstbestimmungsrecht der autochthonen Bevölkerung, der Sahrauis, gemäß den entsprechenden UN-Resolutionen ergeben. Die Mehrheit der autochthonen Bevölkerung fristet seit mehr als 30 Jahren ein armseliges Dasein unter extremen Bedingungen in Flüchtlingslagern im algerischen Exil. Der kleinere Teil der Bevölkerung, der der marokkanischen Aggression nicht entfliehen konnte oder wollte, ist durch marokkanische Zwangsbesiedelung zur Minderheit im eigenen Land gemacht worden. Diese Gruppe wird kulturell, wirtschaftlich und politisch diskriminiert und ist schweren Menschenrechts-verletzungen durch das marokkanische Besatzungsregime ausgesetzt.